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Metrosideros polymorpha
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Metrosideros polymorpha ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Eisenhölzer (Metrosideros) innerhalb der Familie der MyrtengewĂ€chse (Myrtaceae). Sie ist auf den Inseln von Hawaii endemisch und wird dort Ê»ĆhiÊ»a lehua genannt,cite-ref-1[1] davon wird auch der Name Ohiabaum abgeleitet.cite-ref-friday2006-2-0[2]cite-ref-native-3-0[3] Als âein Symbol von Hawaiiâ wurde er 2022 per Gesetz zum Hawaii State Endemic Tree erklĂ€rt.cite-ref-4[4] Die meist leuchtend roten BlĂŒten sind als Lehua bekannt.cite-ref-lehua-5-0[5]
Contents
âą Frucht und Samen
âą Chromosomenzahl
âą Vorkommen
âą Systematik
âą Nutzung
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Beschreibung und Ăkologie
Erscheinungsbild und Blatt
Metrosideros polymorpha wĂ€chst als kleiner aufrechter oder ausgestreckter, immergrĂŒner, eher langsamwĂŒchsiger Strauch oder Baum, der Wuchshöhen von 20 bis 24 Metern, in AusnahmefĂ€llen auch bis zu 30 Metern sowie Brusthöhendurchmesser von 45 bis 90 Zentimetern, selten auch bis zu 216 Zentimetern erreichen kann. Der gerade oder verdrehte und geriffelte Stamm endet in einer kompakten oder offenen Krone. Die meist raue und rissige Stammborke ist schuppig bis abblĂ€tternd. An manchen BĂ€umen kann man auch hohe Stelzwurzeln finden. Auch Luftwurzeln werden manchmal gebildet. Die Knospen sind verkehrt-eiförmig.cite-ref-fothi-6-0[6]cite-ref-friday2006-2-1[2] Die BĂ€ume sind recht langlebig.
Die kreuzgegenstĂ€ndig an den Zweigenden angeordneten LaubblĂ€tter sind in eine Blattspreite sowie einen -stiel gegliedert. Der Blattstiel ist zwischen 0,1 und 1,6 Zentimeter lang und 1 bis 3 Millimeter dick, kann aber auch komplett fehlen. Die hellgrĂŒne bis dunkel graugrĂŒne, ledrige, dĂŒnner oder dickere Blattspreite ist bei einer LĂ€nge von 1 bis 8 Zentimeter sowie einer Breite von 1 bis 5,5 Zentimeter eiförmig ĂŒber rundlich bis elliptisch oder verkehrt-eiförmig geformt. Sie weist mehrere Paare an erhobenen Blattadern auf. Die Blattoberseite ist glatt, wĂ€hrend die Blattunterseite meist wollig bis anliegend behaart ist. Die ganzen BlattrĂ€nder sind zurĂŒckgebogen bis flach, die Blattspitze ist meist gerundet, seltener stumpf oder spitz zulaufend, manchmal eingebuchtet und die Blattbasis ist keil- bis leicht herzförmig geformt.cite-ref-fothi-6-1[6]cite-ref-friday2006-2-2[2]
BlĂŒtenstand und BlĂŒte
Der BlĂŒtenstandsschaft ist 0,7 bis 1,8 Zentimeter lang. Die BlĂŒten stehen in kleinen, unbehaarten bis wollig behaarten, zusammengedrĂŒckten end- oder achselstĂ€ndigen Schirmrispen mit zwei bis fĂŒnf zymösen Gruppen zusammen. Die TragblĂ€tter sind bei einer LĂ€nge von 0,5 bis 1 Zentimeter sowie einer Breite von 0,3 bis 0,5 Zentimeter breit-eiförmig bis annĂ€hernd kreisförmig. Der BlĂŒtenstiel ist 0,2 bis 0,8 Zentimeter lang.cite-ref-fothi-6-2[6]cite-ref-friday2006-2-3[2]
Die kleinen, kurz gestielten, roten, seltener auch lachsroten bis gelben BlĂŒten sind fĂŒnfzĂ€hlig und zwittrig mit doppelter BlĂŒtenhĂŒlle. Der kleine, behaarte BlĂŒtenbecher ist 0,3 bis 0,7 Zentimeter hoch und besitzt einen Durchmesser von 0,3 bis 0,8 Zentimetern. Die weiĂlich behaarten KelchblĂ€tter sind bei einer LĂ€nge von 1,5 bis 4 Millimeter sowie einer Breite von 1,5 bis 3 Millimetern rundlich bis dreieckig. Die kleinen, verkehrt-eiförmigen bis kreisförmigen und auĂen behaarten KronblĂ€tter sind 2,5 bis 5 Millimeter lang und 2 bis 4,5 Millimeter breit. Die vielen langen, 1 bis 3 Zentimeter langen StaubblĂ€tter ĂŒberragen die BlĂŒtenkrone und geben den BlĂŒten ein puschel- bis bĂŒrstenartiges Aussehen. Der lange Griffel des unterstĂ€ndigen, dreikammerigen, oberseits teils seidig behaarten Fruchtknotens ist 1,3 bis 3 Zentimeter lang.cite-ref-fothi-6-3[6]cite-ref-friday2006-2-4[2] Es ist ein Diskus vorhanden.
Die gelben BlĂŒten scheinen in der Lage zu sein, sich selbst zu bestĂ€uben (Autogamie), wĂ€hrend die roten BlĂŒten auf BestĂ€uber angewiesen sind. Als BestĂ€uber treten sowohl Insekten (Entomophilie) als auch Vögel (Ornithophilie) in Erscheinung.cite-ref-friday2006-2-5[2]
Frucht und Samen
Die glatten oder flauschig behaarten und holzigen, dreiklappigen, lokulizidalen KapselfrĂŒchte im bestĂ€ndigen BlĂŒtenbecher und Kelch sind zur Reife hin 0,3 bis 1 Zentimeter lang und ebenso breit. Sie enthalten zahlreiche winzige Samenkörner. Im Durchschnitt betrĂ€gt die Tausendkornmasse nur 0,571 Gramm.cite-ref-fothi-6-4[6]cite-ref-friday2006-2-6[2]
Chromosomenzahl
Vorkommen
Metrosideros polymorpha gedeiht von Meereshöhe bis in Höhenlagen von 2500 Metern. Sie wĂ€chst vor allem in feuchten bis gemĂ€Ăigten oder trockenen WĂ€ldern in Tallagen und auf Bergen sowie in subalpinem Buschland und auf trockenem Lavagestein. Es werden eine Vielzahl an verschiedenen Bodenarten besiedelt, wobei aber mittelschwere bis schwere Tonböden vorherrschen. Weiters findet man Metrosideros polymorpha auch auf felsigen Böden sowie Böden, die sich auf erkalteten Lavaströmen bilden.cite-ref-friday2006-2-7[2]
Rapid Ê»ĆhiÊ»a Death (ROD)
Seit 2014 wird auf der Insel HawaiÊ»i ein Absterben der Ê»ĆhiÊ»a-BĂ€ume beobachtet, das durch zwei Pilzarten, Ceratocystis huliohia und Ceratocystis lukuohia, verursacht wird. Seit 2018 ist der Fungus auch auf der Insel KauaÊ»i prĂ€sent.cite-ref-7[7]cite-ref-8[8] Es wurden seitdem vom Department of Agriculture und vom National Park Service QuarantĂ€negesetze und Reinigungsvorschriften insbesondere fĂŒr Wanderschuhe eingefĂŒhrt, um die Ausbreitung der Pilze auf nicht betroffene Gebiete oder auf die Nachbarinseln zu verhindern.cite-ref-9[9]cite-ref-10[10]
Systematik
Die Erstbeschreibung von Metrosideros polymorpha erfolgte 1830 durch Charles Gaudichaud-Beaupré.cite-ref-11[11]
Von Metrosideros polymorpha gibt es bis zu acht VarietÀten:cite-ref-tropicos-12-0[12]cite-ref-friday2006-2-8[2]
âą Metrosideros polymorpha var. glaberrima (H.LĂ©v.) H.St.John kommt im gesamten Verbreitungsgebiet der Art vor und wĂ€chst als Strauch oder groĂer Baum mit rauer Borke, die in dĂŒnnen Streifen abblĂ€ttert. Die unbehaarten BlĂ€tter sind eiförmig ĂŒber verkehrt-eiförmig bis elliptisch geformt.cite-ref-fothi-6-8[6]
âą Metrosideros polymorpha var. incana (H.LĂ©v.) H.St.John kommt im gesamten Verbreitungsgebiet der Art vor und wĂ€chst als Strauch oder groĂer Baum mit rauer Borke. Die behaarten BlĂ€tter sind eiförmig bis annĂ€hernd kreisförmig geformt.cite-ref-fothi-6-9[6]
⹠Metrosideros polymorpha var. newellii (Rock) H.St.John kommt auf Hawaii vor und wÀchst meist entlang von GewÀssern als Strauch oder kleiner Baum. Die unbehaarten BlÀtter sind elliptisch geformt.cite-ref-fothi-6-11[6]
âą Metrosideros polymorpha var. polymorpha ist die Nominatform und kommt mit Ausnahme von KauaÊ»i im gesamten Verbreitungsgebiet vor. Sie wĂ€chst als Strauch oder kleiner Baum mit rauer Borke. Die an der Unterseite behaarten bis wolligen BlĂ€tter sind eiförmig bis annĂ€hernd kreisförmig geformt.cite-ref-fothi-6-12[6]
⹠Metrosideros polymorpha var. pseudorugosa (Skottsb.) J.W.Dawson & Stemmerm. kommt auf Maui vor und wÀchst als niederliegender Strauch in Sumpfgebieten. Die kleinen BlÀtter sind bei einer LÀnge von 1 bis 1,5 Zentimetern breit eiförmig bis annÀhernd kreisförmig geformt.cite-ref-fothi-6-13[6]
âą Metrosideros polymorpha var. pumila (A.Heller) J.W.Dawson & Stemmerm. kommt auf KauaÊ»i, Maui, MolokaÊ»i sowie OÊ»ahu vor und wĂ€chst als niederliegender Strauch in Sumpfgebieten mit einer Borke, die in dĂŒnnen Schuppen abblĂ€ttert. Die glatten oder auf der Unterseite behaarten bis wolligen BlĂ€tter sind breit eiförmig bis kreisförmig geformt.cite-ref-fothi-6-14[6]
Nutzung
Das harte und haltbare Holz von Metrosideros polymorpha wird zur Herstellung von Möbeln und PfĂ€hlen, aber auch als Brennholz verwendet. Die Ureinwohner Hawaiis nutzten es auch zur Herstellung der Aufbauten fĂŒr ihre Boote sowie zum Schnitzen von Tikis. Die Art gilt als ausgezeichnete Honigpflanze.cite-ref-friday2006-2-9[2]
Literatur
âą Joseph Dalton Hooker: Handbook of the New Zealand Flora. Reeve, 1867, S. 70, 73, online auf biodiversitylibrary.org.
âą William Hillebrand: Flora of the Hawaiian Islands. Winter, 1888, S. 124â127, online auf biodiversitylibrary.org.
⹠Thomas Kirk: The Forest Flora of New Zealand. 1889, S. 241 ff, No. 119, eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
âą Elbert L. Little Jr., Roger G. Skolemen: Common Forest Trees of Hawaii. Agriculture Handbook, No. 679, USDA, 1989, S. 244â248, eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
âą The CABI Encyclopedia of Forest Trees. CABI, 2013, ISBN 978-1-78064-236-9, S. 286 ff.
Weblinks
Commons
:
Metrosideros polymorpha
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Gigant Age-Old Ohia Trees, Nate Yuen, 2007 bei Hawaiian Forest.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Ê»ĆhiÊ»a. In: Hawaiian Dictionaries.
cite-note-friday2006-22. â J. B. Friday, Darrell A. Herbert: Metrosideros polymorpha (Ê»ĆhiÊ»a lehua), April 2006, online auf researchgate.net.
cite-note-native-33. â Native Plants HawaiĂŹ: Metrosideros polymorpha
cite-note-44. â âA symbol of Hawaiiâ: Governor declares ohia lehua as state endemic tree hawaiinewsnow.com, 25. Mai 2022, abgerufen am 26. Mai 2022 (englisch)
cite-note-lehua-55. â lehua. In: Hawaiian Dictionaries.
cite-note-fothi-66. â Metrosideros polymorpha. Flora of the Hawaiian Islands, Smithsonian Institution, abgerufen am 16. August 2015 (englisch).
cite-note-77. â Rapid Ê»ĆhiÊ»a Death, ROD (Ceratocystis lukuohia (wilt disease), Ceratocystis huliohia (canker disease)), Website des Hawaii Invasive Species Council, abgerufen am 23. November 2019
cite-note-88. â Rapid Ê»ĆhiÊ»a Death, Website des College of Tropical Agriculture and Human Resources, abgerufen am 23. November 2019
cite-note-99. â Quarantine Rule §4-72-13 on Ohia and Soil (PDF; 238 kB), abgerufen am 23. November 2019
cite-note-1010. â VorsorgemaĂnahmen des National Park Service, abgerufen am 23. November 2019
cite-note-1111. â Voyage Autour du Monde ... sur les Corvettes de S.M. l'Uranie et la Physicienne. Botanique, S. 482
cite-note-tropicos-1212. â Metrosideros polymorpha bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 16. August 2015.